Sunday, 22. march 2009
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01:50
So, zurück in Lima und bei mir ist etwas die Puste raus. Nach fast vier Monaten des Reisens bin ich nun nicht mehr so heiss, jeden dahergelaufenen Backpacker anzusprechen und
kennenzulernen. Trotzdem habe ich nochmal im Loki eingecheckt, weil ich das ja kenne und weiss was ich für mein Geld bekomme. Dort ist wie immer Party und gute Laune, ich habe
mich diesbezüglich etwas zurückgehalten.... bin auch nicht mehr der jüngste. Ausserdem bin ich nicht hierhergekommen wegen Nachtleben, Party oder dem wilden Jungvolk im Loki, sondern um den
interkulturellen Austausch mit den Peruanern zu pflegen, insbesondere mit einer kleinen, netten Peruanerin namens Cinthya. Ich habe Cinthya in Cuzco kennengelernt und weil wir uns so ganz
nett fanden, haben wir beschlossen, dass wir uns nochmal in Lima treffen. Sie wohnt hier bei ihren sehr konservativen Eltern, denen sie erzählt dass sie in der Universität oder bei ihren
Freundinnen ist, wenn wir uns treffen.... diese Woche ist sie ausserordentlich oft in der Uni und trifft sich rund um die Uhr mit ihren Freundinnen. Während sie wirklich in der Uni ist,
habe ich Zeit, viel zu schlafen oder in der Stadt rumzuschlendern. Es ist keine besondere Stadt, wie ich finde, aber ich wohne hier in Miraflores, einer etwas besser situierten Nachbarschaft,
und habe es weder zum Strand, noch zu den Restaurants und Geschäften weit. Mein Hostel Dragonfly wird von einem jungen Mann geführt, dem alles recht wurscht ist und als ich nach einem
Doppelzimmer gefragt habe, meinte er na klar, hat in einem Zimmer das Einzelbett neben ein Hochbett geschoben... voila, Doppelzimmer. Privates Bad und Dusche ist auch dabei, dafür hat er mir
einfach den Schlüssel von einem der Gemeinschaftsbäder gegeben, damit ich vor und nach meiner Benutzung abschliessen kann... voila. Die anderen Gäste haben halt jetzt alle zusammen nur noch
ein Bad, egal. Die Küche ist nur mit einer Mikrowelle ausgestattet und auf die Frage, warum er keinen Herd anschafft meinte er, dann kochen die Leute und alles wird schmutzig.... das wäre ja
auch ein dickes Ding, wenn die Leute in der Küche auf einmal kochen.
Habe mich am Schwarzmarkt inzwischen wieder mit einer Digitalkamera ausgerüstet, die war recht billig und ist wahrscheinlich geklaut.... ich fühle mich auch ein kleines bisschen schlecht deswegen, aber wahrscheinlich hätte die sonst ein anderer gekauft. Das Essen ist hervorragend, ich esse fast täglich Cebiche, eine peruanische Spezialität. Roher Fisch und Meeresfrüchte werden mit Zitronensaft angemacht, wodurch der Fisch aussen weiss, wie ein bisschen gekocht, wird. Das ganze wird gewürzt und mit ordentlich Zwiebel serviert. Wegen der rohen Zwiebeln meldet sich dann regelmässig auch der Gastrointestinaltrakt zu Worte, und Cinthya nennt mich inzwischen in Anlehnung an meinen Nachnamen liebevoll Mister Fartl (für diejenigen, die das englische Wort nicht kennen, man würde diesen Namen am Ehesten mit Herr Furzl übersetzen)... es sei ihr dieser Spass aber gegönnt, sie ist ja schliesslich Hauptleidtragende.
Na auf jeden Fall passiert nicht mehr so viel hier, das waren noch ganz andere Zeiten, als ich mit dem Gubelt unterwegs war. Inzwischen mach ich etwas gemütlicher und freue ich mich auch wieder, nach Hause zu kommen. Südamerika ist ein wirklich toller Kontinent und ich möchte unbedingt wieder herkommen, aber bei all meinen Reisen war noch kein Land, kein Ort so schön, dass ich nach einer Weile nicht gerne wieder nach Hause gekommen wäre.
Habe mich am Schwarzmarkt inzwischen wieder mit einer Digitalkamera ausgerüstet, die war recht billig und ist wahrscheinlich geklaut.... ich fühle mich auch ein kleines bisschen schlecht deswegen, aber wahrscheinlich hätte die sonst ein anderer gekauft. Das Essen ist hervorragend, ich esse fast täglich Cebiche, eine peruanische Spezialität. Roher Fisch und Meeresfrüchte werden mit Zitronensaft angemacht, wodurch der Fisch aussen weiss, wie ein bisschen gekocht, wird. Das ganze wird gewürzt und mit ordentlich Zwiebel serviert. Wegen der rohen Zwiebeln meldet sich dann regelmässig auch der Gastrointestinaltrakt zu Worte, und Cinthya nennt mich inzwischen in Anlehnung an meinen Nachnamen liebevoll Mister Fartl (für diejenigen, die das englische Wort nicht kennen, man würde diesen Namen am Ehesten mit Herr Furzl übersetzen)... es sei ihr dieser Spass aber gegönnt, sie ist ja schliesslich Hauptleidtragende.
Na auf jeden Fall passiert nicht mehr so viel hier, das waren noch ganz andere Zeiten, als ich mit dem Gubelt unterwegs war. Inzwischen mach ich etwas gemütlicher und freue ich mich auch wieder, nach Hause zu kommen. Südamerika ist ein wirklich toller Kontinent und ich möchte unbedingt wieder herkommen, aber bei all meinen Reisen war noch kein Land, kein Ort so schön, dass ich nach einer Weile nicht gerne wieder nach Hause gekommen wäre.